21. Januar 2018

Schlecht drauf

Nehmt den Titel nicht als hochaktuelle Aussage, denn der Inhalt dieses Posts mitsamt Überschrift stammt von Donnerstagabend. Ich kam bisher nur nicht dazu, einen Post zu schreiben.



Mhm, ja... So sah ich an dem Abend aus. So sehe ich momentan leider recht häufig aus. Meine Haut ist wieder in diesem Tief, wo ich mich vor schmerzenden, großen Unreinheiten nicht mehr retten kann. Widerstehen kann ich natürlich noch viel weniger. Ich fühle mich in dieser Phase meiner Haut immer so dreckig und eklig, vielleicht kennt das ja jemand von euch!? Mit diesem Gefühl geht stets einher, dass ich mich im Verhältnis zu anderen Wochen ziemlich unwohl in meinem Körper fühle. Da hilft dann auch Schminke nicht mehr, weil ich finde, dass sie alles nur noch schlimmer macht. Betrachtet diese Fotos (trotz der Rötungen und Schwellungen) mal als ein Update, was meinen Hautzustand betrifft. Demnächst werde ich versuchen, Fotos von unbearbeiteter Haut zu machen.

15. Januar 2018

Skin Picking überwunden?

So, dieses Mal in besserer Stimmung... 'N Abeeeend!

Undzwar möchte ich heute etwas ansagen, wovon ich nicht gedacht hätte, dass ich das müsste. Allerdings scheint mein Blog oder die Art, wie man hier landet, ein paar Missverständnisse aufzuwerfen. Ich bekam neulich nämlich mehr als eine E-Mail an meine Blog-Mail-Adresse, in der ich gefragt wurde, wie ich es geschafft habe, das Skin Picking zu überwinden. Da fragte ich mich dann:"Kriegt man beim Lesen meines Blogs den Eindruck, ich hätte es geschafft, die Dermatillomanie zu überwinden?". Bisher war ich der Meinung, dass einem - gerade bei der Lektüre aktueller Posts - deutlich wird, dass dies nicht der Fall ist. Allerdings kann ich auch einfach einen kleinen Post dazu verfassen, um die letzten Unklarheiten aus dem Weg zu räumen.

Nein, ich bin weder "geheilt", noch habe ich das Skin Picking überwunden! Das Skin Picking ist nichts, was hinter mir liegt. Das Skin Picking ist etwas, was mich noch immer (nach den 8 Jahren, die es bis heute sind) begleitet! Tag für Tag kämpfe ich damit und bin genauso mittendrin wie jeder andere Betroffene auch. Ja, ich habe Fortschritte gemacht, Erfolge erzielt, mich entwickelt und meine Stärke bewiesen, doch das heißt nicht, dass ich es hinter mir gelassen habe! Wie ich neulich schonmal sagte: Ich bin genauso Skinpicker wie ihr. Genauso wie ihr habe ich schlechte Tage oder gar Phasen und genauso wie ihr erleide ich Rückfälle, mit denen ich umgehen muss. Doch alleine sein will ich damit nicht mehr, deswegen gibt es diesen Blog. Ich bin (noch) nicht in der Lage, aus der Position eines Gewinners über meinen Sieg gegen die Dermatillomanie zu sprechen. Irgendwann wäre das sicherlich sehr schön, aber im Moment bin ich noch eine von vielen Betroffenen, die hier ihre Gedanken, Erlebnisse und Emotionen mit euch teilt.

12. Januar 2018

Abrechnung Dezember


Jo, das war der Dezember. Wie man sehen kann, war der nicht sonderlich erfolgreich, was das Skin Picking betrifft. Nein, es war ein aufwühlender Monat, in dem ich meine Finger nicht von mir lassen konnte. Außer bei einer Kategorie habe ich mich gegenüber dem November überall verschlechtert... Ich weiß, es ist hart, das so zu sagen. "Verschlechtert". Als wäre das eine Leistung, die messbar ist. Keine Ahnung, ich bin gerade nicht in der besten Stimmung, wie man vielleicht merkt. Darum gehe ich auch schon wieder, nehmt es mir bitte nicht übel. Bye!

8. Januar 2018

Fokuswechsel

Ganz schön spät für den ersten Post im Jahr und auch dafür, euch von Herzen ein frohes, neues Jahr zu wünschen, aber was soll's... Herzlich Willkommen im neuen Jahr - im Jahr 2018! :) Ich hoffe sehr, dass ihr alle gut (hinein)gefeiert habt.

Passend zum neuen Jahr möchte ich einen positiven und hoffentlich motivierenden Post liefern, der sich gedanklich an meinen letzten großen Post "Die Gesamtheit meiner Ichs" anschließen soll. Zumindest ein wenig, denn ganz entfernt werden die heutigen Gedankengänge nicht sein.

Nun, ich dachte letztens (wieder einmal) über das Facettenreichtum des Menschen nach und auch über die Dinge, die man an sich mag oder nicht mag. Jeder hat ja so seine "Problemzonen" - bei uns Skinpickern gehört die Haut eigentlich immer in irgendeiner Weise mit dazu. Doch so wie uns unsere Problemzonen vereinen, so tun es auch unsere individuellen Vorzüge. Man kann mir nicht widersprechen, wenn ich sage, dass jeder etwas an sich findet (/finden sollte), was er mag. Sei es nun eine Äußerlichkeit wie ein Körperteil oder auch eine besonders tolle Eigenschaft, die uns ausmacht. Und dann fiel mir auf, dass wir Menschen viel zu sehr darauf fokussiert sind, uns die negativen Körperteile bzw. Eigenschaften vorzunehmen und zu bemängeln. Dauernd sind wir unzufrieden und versteifen uns auf das, was in den eigenen Augen nicht perfekt oder nicht schön ist. Das führt nicht selten zu allgemeiner Unzufriedenheit und zu einer Art "Tunnelblick", wenn ihr versteht. Irgendwann kann man gar nicht Anderes mehr sehen als seine vermeintlichen Makel. Kann man so machen, ja. Mache ich selbst leider auch viel zu oft. Ist aber ziemlich schade, wie ich finde. Viel glücklicher würde es doch machen, seinen Blick auf das zu richten, was gefällt!? Statt Problemzonen zu kritisieren, sollten wir besser unsere Vorzüge zu schätzen wissen und ihnen mehr Beachtung schenken. Es würde uns gleich viel zufriedener machen, wenn wir mit dem arbeiten, was wir an uns mögen. Das verleiht Selbstbewusstsein und nicht zuletzt Selbstschätzung. So vermeidet man, Positives in den Hintergrund zu stellen oder gar zu vergessen. Deshalb solltet ihr meiner Meinung nach unbedingt mal ernsthaft darüber nachdenken, was ihr an euch mögt und dann schauen, wie ihr das betonen könnt. Vergesst eure Haut (oder was auch immer) für einen Moment und stellt sie in den Hintergrund, denn es ist dringend Zeit, eure tollen Seiten in's Rampenlicht zu stellen! Höchste Zeit für einen Fokuswechsel!

Weil ich hier nicht mit leeren Worten oder Ratschlägen um mich werfen möchte, hinter denen ich selbst nicht stehe, habe ich das Ganze für mich selbst einmal durchgespielt. Vielleicht hilft es euch ja sogar. Jedoch möchte ich nicht alles nennen, was mir neben meiner Haut zusätzlich an mir missfällt, sondern gleich zu dem Teil übergehen, wo ich mich meinen "Schokoladenseiten" widme. Was mag ich an mir? Und ja, wenn ihr euch diese Frage stellt, dürft ihr gerne richtig ausführlich Antwort darauf geben, warum ihr dieses und jenes an euch mögt. Anfangs mag euch das vielleicht selbstverliebt oder bescheuert vorkommen, doch es tut gut, sich darüber im Klaren zu sein, womit man punkten kann! Wirklich, es ist ein kleines Seelenheil, euch für einen Moment mal nicht selbst zu kritisieren, sondern euch stattdessen Komplimente zu machen!

Dann lege ich mal los... Wenn wir noch im Gesicht bleiben wollen, dann kommen mir da recht schnell meine Augen in den Kopf. Die mag ich gern, weil sie ziemlich besonders sind. Sie sind nämlich zweifarbig: Innen braun und nach außen hin grün. In meiner Familie bin ich die Einzige mit grünen Augen, daher habe ich keine Ahnung, wie die zustande gekommen sind. Jedenfalls versuche ich oft mit meinen Augen von meiner Haut abzulenken...

22.07.2015

26.03.2013

21.04.2014

Wenn ich jedoch mal etwas Anderes im Gesicht betonen will als meine Augen, dann darf es auch der Mund sein. Mein Mund gefällt mir zwar nicht so supergut wie meine Augen, jedoch ist der auch ganz in Ordnung und keinesfalls etwas, was ich nicht an mir mag. Mit ein wenig Lippenstift o.Ä. macht er auf jeden Fall etwas her.

06.11.2015

Weiterhin sind mir meine Haare ein gewisses Heiligtum, das dürftet ihr wahrscheinlich schon mitbekommen haben. Ich finde sie zwar bei Weitem nicht perfekt, jedoch tue ich viel für meine langen Haare und bekomme häufig auch Komplimente für sie. Sie gefallen mir im Großen und Ganzen und über die Länge bin ich sowieso total froh, denn ich hätte nie gedacht, dass ich es mal so weit schaffe! Mit ihnen lässt sich die Aufmerksamkeit gut lenken.

21.01.2015

27.04.2015

22.04.2017

Obwohl ich früher vor dem Skin Picking sehr stark an meinen Fingernägeln gekaut habe, bin ich heute zufrieden mit dem Aussehen meiner Nägel. Wenn sie ganz kurz sind, bin ich zwar noch nicht der größte Fan, aber sobald sie länger werden, mag ich sie sehr! Sie haben eine schöne Form und sind ziemlich hart, sodass sie nicht dauernd abbrechen und ferner überhaupt in der Lage sind, lang zu wachsen. Wenn es keine Ewigkeiten dauern würde, würde ich mir ständig die Nägel in schönen Farben lackieren!

06.03.2015

17.09.2015

01.10.2015

Außerdem gäbe es da z.B. noch meinen Bauch und meinen Po, doch für die reicht eine kurze Erwähnung ohne Bild. Ich denke, ihr habt inzwischen eine Idee von der ganzen Sache bekommen und seid nun hoffentlich dazu angeregt, eigene Körperteile zu finden, die ihr mögt und die ihr in Zukunft vielleicht mehr hervorheben könnt. Ich bin mir sicher, dass ihr fündig werdet! Und wenn nicht, dann fragt den Partner, die Familie oder Freunde, was sie an euch mögen. Das könnte euch die Augen öffnen oder zumindest den Blick erweitern.

Kleine Randbemerkung am Ende: Dieser Post ist zum großen Teil auch für mich selbst. Also, hey Jacqueline der Zukunft! Wenn du das hier liest, dann nimm es dir bitte zu Herzen! Falls du mal wieder in schlechter Stimmung bist, ist dieser Post wohl ein guter Anfang.

30. Dezember 2017

Fazit - Pläne für 2017

Einen schönen guten Abend!

Ich melde mich für dieses Jahr das letzte Mal und setze die Zahl der Posts von 2017 damit auf runde 60. Wie schön! Ich hoffe sehr, dass ihr wundervolle Feiertage hattet und etwas Tolles für Silvester vorhabt.

Im heutigen Post möchte ich mich meinen Plänen widmen, die ich im Januar diesen Jahres postete. Ich bin kein Mensch mit "Vorsätzen für das neue Jahr", aber irgendwie passte es in meine Situation von damals hinein, mir ein paar Dinge vorzunehmen. Weil ich im Folgenden mit den Zielen von diesem Post abrechnen werde, solltet ihr ihn euch noch einmal ins Gedächtnis rufen, indem ihr hier klickt und den Tab am besten offen lasst, da ich nicht mehr jeden Punkt detailliert ausführen werde.

Punkt 1: Teilweise geschafft, teilweise nicht. Ich finde schon, dass ich mein Bestes versucht habe, hier und da Bilder einzubauen oder auch mal ein Video(projekt) zu machen, aber es wäre definitiv mehr drin gewesen. Insbesondere meinen Hautzustand habe ich euch viel zu selten bzw. fast gar nicht gezeigt, was ich selbst im Nachhinein schade finde. Aber nunja, man muss auch bedenken, dass 2017 echt viel passiert ist, was mir die Lust und/oder Möglichkeit für Fotos genommen hat. Zumindest, was Fotos mit direkten Blogbezug angeht. Außerhalb dessen habe ich euch mehr gezeigt, nämlich in der Fotoserie von Bad Pyrmont.

Punkt 2: Kann man als nicht erfülltes Vorhaben abstempeln, finde ich. Gezeichnet und gemalt habe ich - bis auf ein kleines Weihnachtsgeschenk für meinen Freund neulich - überhaupt nicht. Die künstlerische Auseinandersetzung mit der Dermatillomanie kam viel zu kurz und das lag nicht unbedingt an fehlenden Ideen, sondern vielmehr an fehlender Zeit und/oder Motivation. Für mich ist es extrem schade, dass ich diesen Plan nicht annähernd umsetzen konnte...

Punkt 3: Diesen Punkt kann ich hingegen mit einem grünen Häkchen in Gedanken besetzen. Nach dem Vorhaben habe ich zwei weitere Gastpost-Teile veröffentlichen können und das habe ich erneut so gerne und voller Dankbarkeit getan! Ich bin und bleibe angetan von dieser Postserie und freue mich, dass ich sie noch nicht beenden musste. Auch für mich sind Eindrücke anderer Personen nicht nur interessant, sondern wichtig und horizonterweiternd. Hoffentlich habt auch ihr Teil 4 und Teil 5 gerne gelesen und vielleicht sogar etwas davon mitgenommen!

Punkt 4: Hier könnte ich eine ähnliche Antwort wie beim ersten Punkt geben. Eigentlich könnte man recht sicher sagen, dass ich diesen Vorsatz zufriedenstellend erfüllen konnte, doch in meinen Augen ist es nie genug und daher auch nie gut bzw. intensiv genug umgesetzt. Doch ich sollte mich nicht auf das konzentrieren, was hätte sein können, aber nicht ist; sondern auf das, was geschafft wurde: Ich habe weiter Blogposts geschrieben und mehr Leute erreicht, mein Blog und die Krankheit wurden in Artikeln oder auf Facebookseiten zum Thema, ich habe die Selbsthilfegruppe in Berlin besucht und dort Austausch mit tollen Menschen gehabt, ich habe über meine E-Mail-Adresse weiter Kontakt mit Betroffenen gehalten und neuen Kontakt aufgenommen usw.. Ist doch super! Darüber hinaus ist natürlich auch viel passiert, was nicht mir zuzuschreiben ist und was auch nichts mit meinem Blog zutun hat, wie beispielsweise der neue TV-Beitrag oder die neue(n) Selbsthilfegruppe(n).

Ob ich mir für 2018 erneut etwas vornehme, weiß ich noch nicht... Wenn, dann wird das in einem gesonderten Post erscheinen. Und falls ihr euch generell für einen Rückblick des dritten Blogjahres hier interessiert, dann seid ihr bei diesem Post richtig.

Gut, dann wünsche ich euch von ganzem Herzen einen guten Rutsch in's neue Jahr! Bis dahin!