13. August 2017

Emotionsbad

Hallo Blog!

Das hier ist ein absolut ungeplanter Post, in zweierlei Hinsicht. Einerseits entsteht er aus einer Situation, die ich nicht voraussehen konnte und nie beabsichtigt habe; andererseits schreibe ich jetzt einfach aus dem Bauch heraus. Wie es mir in den Kopf kommt. Danach wird es aus genannten Gründen wahrscheinlich wieder für eine Zeit lang still.

Und hi C.! Ich weiß, dass du es liest. Früher oder später. Verzeih mir, dass ich hier schreibe statt mit dir zu reden. Aber nun ja, das geht schlecht, wenn wir uns gerade im Streit befinden. Und wenn ich meine Gedanken nicht bei dir loswerden kann, wo sonst? Ich muss sie einfach niederschreiben (d.h. "loswerden"), sonst würden sie mich mindestens noch den ganzen Tag verfolgen. Vielleicht tun sie es aufgrund ihrer Wichtigkeit und Bedeutung trotzdem, allerdings ist das hier ein Versuch, das zu verhindern oder wenigstens zu verringern. Es ist meine Art, damit umzugehen.

Also los...

Ich habe es selten so stark gemerkt wie jetzt und wollte es darüber hinaus vielleicht auch nie wahrhaben, weil es mir meine eigenen Schwächen recht deutlich vor Augen führt. Aber ich muss es nun zugeben: Ich hasse Streit und Eskalationen, dafür bin ich ein viel zu friedliebener Mensch, der sich auch viel zu gerne in seiner Komfortzone aufhält, wo alles rosig ist. Und wenn ich dort mal (zwangsweise?) rausgezogen werde, will ich so schnell es geht wieder rein. Denn außerhalb meiner Komfortzone lauert dieser Haufen an unglaublich starken Emotionen. Dort habe ich den Schutz meiner Komfortzone nicht mehr und bin ihnen ausgeliefert. Lassen wir jetzt mal ungeachtet, dass ich immer sage, wir sollten Gefühle wahrnehmen und ausleben, ja!? Vor diesem Emotionen habe ich Angst, weil sie so viel größer und mächtiger sind als ich selbst. Sie überrollen mich rücksichtslos und begraben mich unter sich. Kaum liege ich unter ihnen, kann ich nur noch davon träumen, mich zu beruhigen und einen vernünftigen Weg in's Freie zu finden. Neeeein, stattdessen komme ich nicht umhin, diese Emotionen reflexartig abbauen zu wollen. Wie eine Irre gebe ich mich also dem hin, was ich als "Lösung" sehe. Genau das passiert gerade: Ich sitze hier im Bett, schreibe zwar, doch mache zwischendurch große Pausen, um an meiner Haut zu kratzen. Von einem - Gott sei Dank kleinen - Drückanfall gerade eben ganz zu schweigen. Dabei klappte es die vergangenen Tage echt so super! Doch kaum werde ich aus meiner gewohnten Stimmung gezogen, verwandelt sich alles in ein Chaos. Mit dem Skin Picking ist es aber noch nicht getan! Das wäre ja zu schön. Nein, ich bade im Selbstmitleid und verliere plötzlich die Lust zu allem. Vielleicht geplante Erledigungen oder Verabredungen werden über den Haufen geworfen, dafür liege ich lieber den ganzen Tag nutzlos im Bett. Ich habe auch keine Lust, mich abzulenken, obwohl ich weiß, dass es besser für mich wäre. Mir fehlt sogar die Lust und Motivation zum Essen! Dabei liebe ich Essen. Unter dem Einfluss dieser vielen Emotionen fühle ich mich halt wie gelähmt. Will mich nicht bewegen und nichts tun, auch Konversationen fallen mir jetzt schwer. Deswegen rede ich mit keinem über das hier, sondern schreibe es einfach nur nieder. Währenddessen kommen aber noch körperliche Konsequenzen zu Tage...mich nimmt sowas nämlich immer so sehr mit, dass es sich in meinem körperlichen Zustand widerspiegelt: Ich zittere am ganzen Körper, fühle mich total schwach, habe Knie aus Wackelpudding und mein Herz rast. Manchmal ist es so schlimm, dass ich glaube, jeden Moment umzukippen und mein Bewusstsein zu verlieren. Als wenn eine Stromleitung durchknallt. Ein gewisses Maß geht völlig klar, doch irgendwann ist es viel zu viel und es geht nichts mehr.

Was für Emotionen hier draußen auf mich lauern? Ich kann die gar nicht aufzählen, ehrlich gesagt. Es ist im Moment sowieso schwierig, sie auseinanderzuhalten. In meiner Komfortzone hätte ich den nötigen Abstand, um diesen Haufen systematisch zu betrachten, doch jetzt, wo ich unter ihnen liege... Keine Ahnung. Es ist ein Gemisch aus allem, was sich böse miteinander verbunden hat und keine Übergänge mehr zeigt. Was ich weiß: Es ist zu viel für mich. So schnell komme ich da alleine nicht mehr raus.

Aber hey, wisst ihr was? Ich merke gerade, dass mir das Schreiben echt schonmal ein wenig hilft. Im Gegensatz zu vorhin fühle ich mich geordneter und nicht mehr so verloren. Ich fühle mich zwar immer noch ausgeliefert, aber das vergeht hoffentlich im Laufe des Tages. Vielleicht muss ich wirklich versuchen, dieses Emotionsbad zu durchleben. Nicht nur wie gelähmt drunter liegen, sondern aufmerksam wahrnehmen. Geht das? Ich werd's sehen.

Im Augenblick fällt mir nichts mehr ein. Danke dafür, dass ihr euch auch solche Beiträge durchlest! Es sind zweifelsohne Situationsposts, aber auch die müssen ab und zu sein. Bis bald!

17. Juli 2017

Veränderungen

Hallo ihr!

Ich fasse mich dieses Mal kurz und informiere euch über den derzeitigen Stand bei mir. Das Skin Picking läuft momentan relativ gut... Auf einer Skala von 1 (miserabel) bis 10 (einwandfrei) sind wir bei einer 6-7!? Das einzig Nervige: Ich kann meine Beine mal wieder nicht in Ruhe lassen. Das kommt im Sommer schonmal vor, wenn ich rasiere und epiliere. Im Gesicht sieht es besser aus. Ich müsste euch mal wieder einen neuen "Eindrücke meiner Haut"-Teil posten, wa. Hoffentlich demnächst!

Ansonsten geht es morgen mit dem Flixbus zu meinem Freund nach Berlin. Dort werde ich bis nächste Woche Montag bleiben - also fast eine Woche. Bisher war ich nur über Wochenenden bei ihm, doch diesmal sind die Umstände günstig, sodass ich mal länger dort bleiben kann. Für mich heißt das: Eine Woche "Urlaub"! Sowohl für mich und meine Seele, als auch für meine Haut. Bei ihm habe ich bisher kein einziges Mal gedrückt und ich glaube kaum, dass sich das ändert. Toi toi toi!

Wenn ich meinen Blick gen Zukunft richte, dann kommt noch Einiges auf mich zu... Gerade vor zwei Tagen sind die Bewerbungsfristen für die Unis abgelaufen. Das heißt, dass ich ab jetzt bange und sehr hoffe, einen Platz zu bekommen. Am besten natürlich meinen Wunschplatz, doch warten wir mal ab. Bei mir zuhause läuft gerade ein kleiner "Zimmertausch" zwischen meinem Vater und mir an. Aus diesem Grund sind schon ein paar Kartons gepackt. Eine gute Vorbereitung für den anstehenden Umzug, denn wenn ich ein Studium anfange, werde ich ausziehen. Die nächste Veränderung also, doch das war mir ja vor einigen Monaten schon bewusst. Jedenfalls geht mit den eingepackten Kartons einher, dass ich meinen PC wahrscheinlich bald vom Strom nehmen werde und nicht weiß, wann er wieder in Betrieb genommen werden kann. Was das für meinen Blog hier heißt, weiß ich ebenso wenig.

Ich kann nur sagen: Falls es in nächster Zeit weniger oder keine Posts gibt, dann wundert euch nicht. Durch die vielen Veränderungen im Moment geht mein Leben ein wenig drunter und drüber... Bis sich das wieder gut einspielt, kann es unter Umständen ein paar Monate dauern. Durch mein Handy und mein Tablet habe ich zwar die Möglichkeit, (bilderlose) Einträge zu verfassen, aber ich will nichts versprechen. Warten wir einfach ab, nicht wahr. Ihr wisst erstmal Bescheid.

Somit wünsche ich euch, falls wir uns einige Zeit nicht hören, einen schönen und entspannten Sommer! Für die Betroffenen unter euch hoffe ich, dass ihr eure Haut für den ein oder anderen Moment mal vergessen könnt. Bleibt stark! Bis dann, eure Jacqueline.

12. Juli 2017

Die Denkerin

Heute Nacht habe ich einen kleinen Drückanfall vor unserem Badezimmerspiegel gehabt. Mit "Anfall" meine ich schon eher die Richtung, wo einen warnende Gedanken kalt lassen und man wenig Kontrolle besitzt. Normalerweise ist es so, dass ich bei solchen Anfällen früher oder später in diesen allseits bekannten Trancezustand falle. Wo der Kopf völlig ausschaltet und man nur noch in diesem Anfall lebt. Wie eine eigene Welt, in die man sich völlig kopflos flüchtet. Der Körper ist dann wie fremdgesteuert, die Hände suchen unermüdlich nach vermeintlichen Unreinheiten... Ihr kennt das. Man denkt während der Trance nicht, man macht einfach. Und wenn man "aufwacht", trifft einen die Realität wie der Schlag und man ist plötzlich wieder voll da. So aber nicht diese Nacht...

Unser Badezimmerspiegel - Das Tor in eine andere Welt

Diesmal war es anders. Nicht unbedingt zum ersten Mal überhaupt, aber es ist mir erst jetzt richtig aufgefallen. Manche Erkenntnisse lassen lange auf sich warten. Jedenfalls hatte ich einen Anfall, war aber nicht in Trance. Zumindest nicht in dieser typischen, kopflosen Trance. Während sich mein Körper so verhielt wie oben beschrieben, schaltete mein Kopf nicht aus. Es war, als hätten sich für diesen Moment Körper und Kopf (also Bewusstsein) voneinander getrennt. Denn während meine Hände dem Skin Picking nachgingen, war ich total tief in Gedanken. Ich machte richtig komplexe Denkprozesse durch und war extrem konzentiert. Das, was sich in meinem Kopf abspielte, hatte absolut NICHTS mit dem zutun, was ich gerade tat. Besser: Was mein Körper tat. Es war vielleicht ein bisschen so, dass mich gerade die Drückerei so beruhigt hat und mir die Möglichkeit gab, mich derart zu konzentrieren. Mein Körper war in einer eigenen Welt und mein Kopf in einer anderen, ebenso eigenen Welt. Als ich fertig mit Denken war, kam ich verhältnismäßig sanft in der Realität an und konnte ohne große Probleme mit der Drückerei aufhören. Irgendwie interessant.

Kennt das jemand von euch? Oder seid ihr während des Skin Pickings zumeist "kopflos"? Erzählt mir gerne, wie das bei euch ist!

8. Juli 2017

Motivation gesucht? - 7

Einen schönen guten Abend wünsche ich euch!

Heute nehme ich mir mal wieder ein bisschen mehr Zeit für meinen Blog, indem ich endlich meine Motivations-Postserie weiterführe! In diesem Teil wird es um Selbstliebe und Selbstachtung im Allgemeinen gehen. Das steht natürlich in enger Verbindung mit unserem Selbstbewusstsein, wozu ich schon ein paar Zeilen (unter Anderem in meiner eigenen Geschichte) verfasst habe. Doch nun gehe ich ganz konkret auf die Liebe zu uns selbst ein...


Ganz zu Beginn möchte ich etwas klarstellen: Ich bin weder ein Seelsorger, noch bin ich perfekt. Wie jeder andere Mensch kämpfe auch ich mit dunklen Tagen und mit meinen eigenen Schattenseiten. Doch gerade deswegen verfasse ich diesen Post heute - weil ich mir selbst immer wieder ein Beispiel an den heutigen Worten nehmen kann und will! Es geht hier auch nicht um DIE perfekte Anleitung für das einwandfreie und glückliche Leben, denn die gibt es nicht. Stattdessen geht es um kleine Tipps und hoffentlich inspirierende Worte, die uns dazu verhelfen, uns selbst näher zu kommen. Denn wenn wir uns selbst nahe sind, fällt es uns auch viel leichter, beispielsweise mit unserer Dermatillomanie umzugehen.

Die Selbstliebe ist heutzutage ein schwieriges Thema. Wir stehen jeden Tag vor einem Dilemma der Gesellschaft: Auf der einen Seite gibt es massenweise Ideale, die uns vorgeben, wie wir zu sein haben und wenn wir nicht so sind, dann wird uns (teilweise indirekt) vermittelt, dass wir uns verändern sollen. Auf der anderen Seite wird selbstbewussten Menschen, die sich selbst lieben, schnell Egoismus und Arroganz unterstellt, sodass wir vielleicht das Gefühl bekommen, es wäre falsch, für eigene Ziele und Träume zu kämpfen. Doch statt uns ständig zu vergleichen oder uns verändern zu wollen, sollten wir einzig und allein auf uns selbst hören. Selbstliebe ist kein Egoismus und auch keine Arroganz, sondern ein lebenswichtiges Attribut! Dazu habe ich erstmal ein paar einfache Zitate und Sprüche aus dem Netz zusammengesammelt.

"Was auch kommen mag, die Liebe zu sich selbst ist ewiglich - sofern wir dazu imstande sind,
sie uns selbst zu geben."

"Erkenne deinen eigenen Wert, achte und liebe dich, so wie du bist und du hast den Schlüssel
zu Lebensfülle, Glück und Erfolg gefunden!"

"Die meisten Menschen gehen nicht am Leben zugrunde, sondern an einer
unglücklichen Liebe zu sich selbst."

"Das Geheimnis der Selbstliebe liegt nicht darin, sich immer mehr zu lieben,
sondern darin, sich immer weniger zu hassen."

"Wenn du versuchst, es jedem recht zu machen, hast du bestimmt einen dabei vergessen:
Dich!"

"Es ist nicht leicht, Glück in sich selbst zu finden, aber unmöglich,
es anderswo zu finden."

"Wenn du die eine Person suchst, die dein Leben verändert, dann hör auf zu suchen
und schaue in den Spiegel!"

 "Selbstliebe ist ein großer Schritt hin zum Altruismus
und weg vom Egoismus."


Manche von euch denken sich bestimmt, dass solche Sätze leicht dahergesagt sind. Doch wenn man sie mehrmals liest und darüber nachdenkt, erkennt man in ihnen eine Bedeutung. Undzwar erkennt jeder Mensch seine eigene, individuelle Bedeutung in ihnen. Versucht es!
Falls euch diese Sprüche allerdings zu theoretisch sind, dann habe ich eine Alternative für euch. Ich habe ein bisschen gelesen und mir ein paar Gedanken gemacht, woraus eine kleine Sammlung an Tipps entstanden ist. Auch die sind natürlich nicht auf jeden Einzelnen anwendbar, jedoch hoffe ich, dass etwas Nützliches für euch dabei ist!

Finde Eigenschaften an dir, die du magst!
Das ist der wohl einfachste und am meisten unterschätzte Tipp, den es gibt. Nehmt euch Stift und Papier und notiert euch ganz ernsthaft Charakterzüge, die ihr an euch selbst mögt. Wenn ihr dazu einen Anstupser braucht, fragt eure Lieben, was sie am meisten an euch mögen. Jeder hat wertvolle Eigenschaften! Wenn ihr diese notiert, erkennt ihr, dass ihr tolle Menschen seid, die Liebe verdient haben.

Finde Dinge, die du erreicht hast und worauf du stolz oder wofür du dankbar bist!
Auch hier ist es möglich, sich zur Hilfe Stift und Zettel zu nehmen. Es mag zu Beginn schwer sein, doch wenn man intensiv überlegt und in die Vergangenheit schaut, dann wird man bald etwas finden, was man erreicht hat oder worauf man stolz ist. Das können ganz unterschiedliche Dinge sein, es ist nur wichtig, dass sie eine Art "Meilensteincharakter" in eurem Leben spielen. Anschließend kann man Dinge notieren, für die ihr dankbar seid.

Tue das, was DIR gut tut und was du gut kannst!
Hierbei geht es darum, sich auf seine Stärken und auf seine Talente zu konzentieren. Was macht ihr gerne und mit viel Leidenschaft? Was könnt ihr so richtig gut? Tut dies und genießt es! Völlig egal, was Andere davon denken. Es ist für euch. Jeder hat Talente und diese zu erkennen und auszuleben ist sehr wichtig! Das nimmt einem das Gefühl, nutzlos zu sein.

Versuche, in deinen Schwächen etwas Positives zu sehen!
Ich gebe zu, dass dies ein ziemlich heikler Punkt ist. Seine eigenen Ecken und Kanten sieht man schnell pechschwarz und ohne Vorteile. Doch wenn ihr genauer drüber nachdenkt, ist es möglich, in euren Schwächen etwas Positives zu sehen. Dazu muss man natürlich etwas pfiffig sein und diese eventuell nur umdrehen. Ein Beispiel: Eure Mitmenschen nervt, dass ihr häufig hibbelig seid und ihr nicht stillsitzen könnt? Hey, ihr habt eben viel Power, die muss irgendwo hin!

Verzeihe dir Fehler und sehe in ihnen den Ansporn, es besser zu machen!
Fehler macht jeder von uns, sie sind normal. Doch das Leben ist zu schade, um sich an ihnen festzuhalten und ihnen nachzutrauern. Irgendwann ist es an der Zeit, sich selbst zu vergeben und sich darauf zu fokussieren, es beim nächsten Mal besser zu machen. Denn dafür ist es nie zu spät!

Lebe deine Gefühle!
Ja, wir alle sind Menschen und wir alle haben Gefühle. Und auch, wenn wir glauben, dass uns Gefühle verletzlich machen, ist das Gegenteil der Fall: Gefühle zu erkennen und sie wahrzunehmen ist wichtig und macht uns stark! Auch negative Gefühle sollten nicht verdrängt, sondern gelebt werden. Denn je mehr wir unsere Gefühle ablehnen, desto mehr schneiden wir die Kommunikation zu unserem Inneren ab. Dadurch werden wir uns fremd. Also: Seid offen für eure Gefühle und lebt sie aus, bis sie abgeklungen sind.

Umgib dich mit Menschen, die dich wertschätzen!
Ein etwas anderer Punkt, der eventuell mehr Arbeit erfordert. Schaut euch euren Freundeskreis und eure sonstige soziale Umgebung mal genauer an und überlegt, ob es Menschen gibt, die euch nicht so gut und aufmerksam behandeln. Stellt diese in Kontrast zu denen, die immer für euch da sind und die euch so lieben, wie ihr seid. So erkennt ihr, wen ihr vielleicht aus eurem Leben streichen oder auf wessen Worte ihr nichts geben solltet. Wer uns nicht gut tut, den brauchen wir nicht.

Lobe dich selbst und feiere deine Erfolge und guten Taten!
Ein kleiner Alltagstipp, der leider schnell vergessen wird. Denn selbst wenn wir erfolgreich im Leben sind, übergehen wir ganz oft, uns selbst dafür zu loben. Auch kleine gute Taten sind lobenswert, macht euch das immer wieder auf's Neue bewusst. So schätzt ihr euch selbst und das Gute in eurem Leben. Belohnt euch!

Nimm dir Pausen und tu dir was Gutes!
Das ist gerade für die unter uns, die ihrem ständigen Perfektionismus und dem Arbeitseifer nur schwer entgehen können. Egal, wie ernst das Leben manchmal ist und wie viel Stress wir haben: Pausen sind unabdingbar! Wir brauchen hin und wieder Erholung, um uns wieder "aufzuladen". Ganz besonders effektiv ist es dabei, sich hin und wieder zu verwöhnen oder sich etwas zu gönnen.

Sieh es positiv und lächle!
Eine negative Grundeinstellung ist im Leben selten hilfreich, da wir uns damit schnell selbst im Weg stehen. Wer gleich vom Schlimmsten ausgeht, erlebt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das Schlimmste. Ich sage nicht, dass wir im Idealismus leben sollten, sondern dass eine positivere Einstellung zu unserem Leben und zu uns selbst genügt. Das macht uns vieles einfacher. Und wenn ihr damit anfangt, lediglich mehr zu lächeln. Das bringt sofort etwas!



Zum Ende gibt es nochmal einen ganz speziellen, nicht ganz so ernst gemeinten Rat: Ihr fühlt euch mal wieder schlecht mit eurem Aussehen? Dann schaut euch auf eurem PC/Handy/whatever Fotos von euch an, die ihr superschön findet. Ihr habt keine derartigen Fotos? Dann schminkt euch, zieht etwas an, worin ihr euch wohl fühlt und macht welche! Das lässt ein gutes Gefühl in euch hochkommen, versprochen. Ich habe das letztens auch mal wieder gemacht - die Ergebnisse davon seht ihr an den eingebundenen Bildern. Etwas Schminke, ein nettes Oberteil, eine ansprechende Umgebung und ein großes Lächeln...schon gefalle ich mir. :)


Die vergangenen Teile dieser Postserie findet ihr hier. Das war's für heute, ich verabschiede mich.

4. Juli 2017

Rätsel gelöst

Guten Morgen, liebe Sorgen... Ah ne, ist ja schon bald 4 Uhr nachmittags...

Kein Wunder, wenn man erst um 5 in der Früh, als es schon wieder hell wurde, einschlafen konnte. Warum? Weil ich mir eine nette Infektionskrankheit von den Kindern auf der Arbeit geholt habe. Hand Mund Fuß nennt sich diese Krankheit, die meistens nur Kleinkinder trifft. Ich bin jedoch eine der Erwachsenen, die sich angesteckt haben. Kein Wunder, bei uns hat diese hochansteckende Krankheit fast die komplette Gruppe lahmgelegt. Ich hatte mich erst gefreut und war zuversichtlich, dass ich mich nicht angesteckt habe. Doch ich habe es und das in meiner allerletzten Arbeitswoche! Wenn ich Pech habe, darf ich nicht mal Freitag - an meinem letzten Tag! - kommen und mich sowohl von meinen Arbeitskollegen, als auch von den Kindern verabschieden. :( Kommt mir also sichtlich ungelegen das Ganze, davon abgesehen, dass ich eh nicht so scharf darauf war, kurz vor Ende noch was mitzunehmen.

Doch was ist Hand Mund Fuß und welches Rätsel löst es? Hand Mund Fuß ist eine viral bedingte und hochansteckende Infektionskrankheit, die an sich aber harmlos ist. Sie zeichnet sich durch Hautausschlag an Händen, Füßen, Mund, Gesäß und teilweise anderen Körperstellen aus. Dieser Ausschlag bildet teils schmerzhafte und stark juckende Bläschen, die beim Platzen ein Sekret voller Viren abgeben. Falls ihr mehr wissen wollt, fragt einfach Mr. Google. Jedenfalls habe ich in der letzten Woche ja mehrmals gesehen und gehört, wie die Krankheit typischerweise anfängt und verläuft. Bei mir fing es aber ganz anders an und gerade deshalb kam ich nicht sofort drauf, dass ich mich angesteckt habe. Die Stellen an meinem Kopf, genau! Das war mein erstes, zugegebenermaßen untypisches Symptom. Doch schon Sonntagabend kamen erste, kleine Stellen an meinen Ohrläppchen hinzu und weiterhin viele, noch kleine Stellen am Gesäß. Erst Montagmorgen leuchtete es mir ein, als sich diese neuen Stellen weiter ausbildeten und auch welche an der Nase hinzukamen. In dieser Nacht konnte ich deshalb nicht schlafen, weil gefühlt mein ganzer Körper gejuckt hat. Der Juckreiz dieses Ausschlags ist ekelhaft, wirklich. Er hört nicht auf und so lag ich bis 5 Uhr nachts im Bett und wälzte mich hin und her. Besonders am Gesäß juckt es wie bescheuert und tut auch weh, ich kann kaum sitzen oder gehen. Inzwischen fängt es auch an Händen und Füßen an, sodass ich die Befürchtung habe, dass es noch schlimmer wird... Schon jetzt könnt ihr euch vorstellen, dass es verdammt schwer ist, dem Juckreiz zu widerstehen. Gerade für mich sehen diese gefährlichen Bläschen echt "verlockend" aus, doch ich weiß, dass ich nicht kratzen oder drücken darf. Erstaunlicherweise funktioniert das bisher gut, doch mal sehen, wie es weitergeht.

Eine Erleichterung gibt mir das Ganze jedoch: Ich kann mir die Stellen auf meinem Kopf erklären und weiß nun, dass auch diese zusammen mit den anderen Stellen bald spurenlos verschwunden sein werden. Ich muss keine Angst haben, dass ich mit meiner Kopfhaut bald ein neues Sorgenkind habe. Gott sei Dank! Dann heißt es jetzt nur noch: Möglichst schnell erholen. Leider gibt es keine Medikamente oder Therapie für Hand Mund Fuß, man muss es einfach aushalten. Zähne zusammenbeißen, Jacqueline!