28. November 2016

Sorgenlos

Guten Abend, liebe Leser!

Heute gibt es einen wahrscheinlich überraschenden Post für euch. Was ich gleich erzähle, ist aber auch für mich am Anfang irreal gewesen.

Zum Verständnis fangen wir am Anfang an: In meinem letzten Post deutete ich an, dass das Zwischenziel am Wochenende des 18-20.11 kommen wird. Dort fand das erste Treffen mit der bisher unbenannten "lieben Person" statt. Die Person, der ich die Versprechen gab und die ich schon ein paar Mal hier erwähnte. Ja, dieser Mensch ist mir schon länger extrem wichtig und ist ein unverzichtbarer Teil meines Lebens geworden. Habt ihr bestimmt auch schon vermutet. Und das, obwohl wir bis zum Treffen nur Kontakt über WhatsApp und über das Telefon hatten. Diese Person wohnt nämlich in Berlin - wir kennen uns durch's Internet. Aber hey, wir stellten eben schnell fest, dass es da eine starke Verbindung zwischen uns gibt, die auf tiefstem Verständnis beruht. Und um nicht lange um den heißen Brei herumzureden: Diese liebe Person ist seit dem Wochenende mein Freund. Ich bin also in einer Beziehung, ja. Wow. Doch nicht nur das! Extrem kurzfristig kam es dazu, dass mein Freund mich dieses Wochenende erneut besuchen konnte, was uns beide natürlich extrem glücklich gemacht hat.

Glück ist das Stichwort und gleichzeitig der Bezug zu meinem Blog. Ich bin glücklich. Sorgenlos. Frei. Bei und mit ihm fühle ich mich wohl und weiß, dass er wirklich ausnahmslos hinter mir steht und mich unterstützt. Ganz besonders, was die Dermatillomanie betrifft. Er macht mich stark, hört mir zu und versteht mich. Noch nie habe ich jemanden erlebt, der das so ehrlich meint und mit so viel Engagement dabei ist. Ernsthaft. Was mir in dem Zusammenhang aufgefallen ist: Ich denke nicht mehr über das Skin Picking nach. Es ist unwichtig geworden, vielleicht sogar "egal"? Ich möchte einfach keine Gedanken daran verschwenden, sondern bin auf mein Glück fokussiert. Nur das zählt gerade! Ich fühle mich wie befreit, als könnte ich dem SP endlich eine gewisse Zeit entfliehen. Und das nicht nur, wenn wir beieinander sind, sondern jeden verdammten Tag, seit wir wissen, was wir einander bedeuten. Das heißt zwar nicht, dass ich nicht drücke, aber genau das meine ich: Selbst das ist mir egal. Scheiß drauf, darum geht es gerade nicht. Ich bin und bleibe derselbe Mensch und mein Freund zeigt mir das. Bei ihm brauche ich keine Entschuldigung oder Erklärung. Bei ihm kriege ich Liebe, Unterstützung und Anerkennung für Siege und für Niederlagen. Weil ich immer stark bin und jeden Tag, jede Stunde, jede Minute kämpfe. Das ist ein unbeschreiblich gutes Gefühl!

Auf dass sich dieses Gefühl noch weiter steigern wird! Keiner von uns ist noch ein einziges Mal allein und einsam. Wir geben uns gegenseitig alles und stehen erst am Anfang von etwas wunderbar Schönem.

Bis bald mal wieder! Ein fröhliches "Gute Nacht!" von mir. :)

16. November 2016

Es lässt sich nicht mehr ändern

23:45 Uhr. Eigentlich sollte ich schon längst im Bett sein, da ich morgen wie immer sehr früh in den Tag starten muss. Aber ich kann noch nicht schlafen... Ich muss erstmal verarbeiten, was gerade im Bad passiert ist. Dafür schreibe ich hier - einfach, um diesen Ballast loszuwerden. Gesprächsbedarf besteht nämlich nicht.

Wie lange stand ich gerade vor dem Spiegel und habe gedrückt? Mindestens 30 Minuten... Mein Gesicht ist komplett rot und angeschwollen. Scheiße, echt scheiße. Ich bin ziemlich wütend, muss ich sagen.  Wütend auf mich selbst und auf mein Leben. Es tritt genau das ein, was immer passiert, ich aber vermeiden wollte: Es läuft schlechter und schlechter. Am Wochenende ist der Zeitpunkt des Zwischenziels gekommen und bis dahin kann ich nichts mehr retten. Es ist zu spät. Überall Pickel, Wunden und Rötungen. Im Gesicht, am Hals, im Dekolleté und auch an den Beinen. Super. Kann ich nicht einfach die Zeit zurückdrehen und es nochmal versuchen? Wie schön wäre das!? Aber ich muss den Tatsachen in's Auge blicken und akzeptieren, dass es jetzt so ist wie es ist. Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen, nichts lässt sich ändern! Ich muss jetzt damit leben und klarkommen, egal, wie unzufrieden mich das macht.

Mission "Druck rausnehmen" ist also nicht geglückt. Bravo, Jacqueline.

13. November 2016

Ironie!?

'N Abend!

Kennt ihr diese Ironie, wenn eins euer Zwischenziele näher rückt und je näher es kommt, desto schlechter läuft es mit dem Drücken? Ich kenne das jedenfalls sehr gut, es ist fast immer so. Es mag vielleicht einige Zeit vorher - zu Beginn meiner "Challenge" o.Ä. - ganz gut laufen, aber kaum rückt das Zwischenziel in greifbare Nähe, geht es bergab. Und verhindern kann ich es nicht. Wenn es wichtig wird, gerät alles außer Kontrolle und meine Selbstbeherrschung ist auch wie weggeblasen. Pff, die totale Ironie. Und nach dem Anlass des Zwischenziels geht es dann wieder rasend schnell bergauf und man fragt sich nur:"Ernsthaft jetzt? Kommt ein wenig spät...".

Natürlich bezieht sich das auf meine Versprechen. Ihr wisst schon, die besonderen Versprechen, die ich kürzlich erwähnte. Ich habe ein drittes Mal einsehen müssen, dass ich das Versprechen gebrochen habe. Doch nun ist Schluss! Ein viertes Mal werde ich kein so großes Versprechen mehr brechen, das würde mir zu sehr wehtun. Außerdem würde es mir das Gefühl geben, dass die Versprechen an Wert verlieren, obwohl sie das eigentlich nicht tun. Aber es ist so schwer... Vielleicht waren die Versprechen nicht mal die allerbeste Idee? Oder sie waren zu groß? Jedenfalls habe ich nachgedacht und mir ist aufgefallen, dass ich mit den Versprechen eine Garantie auf etwas geben wollte, worauf ich keine Garantie geben kann. Ich wollte es garantieren und einhalten, keine Frage. Aber leider geht es bei der Dermatillomanie nicht um's Wollen, sonst wären wir alle bereits gesund und drückfrei, nicht wahr?

Naja, ich habe mir selbst vergeben, bin wieder aufgestanden und laufe nun weiter meinen Weg. Erstmal ohne Versprechen, dafür aber mit der gleichen Willenskraft wie sonst auch. Heute Abend habe ich schonmal nicht gedrückt. Keine Sekunde. Und dieser Erfolg ist gerade extrem groß für mich. :)

Gute Nacht!

10. November 2016

Fotoserie Bad Pyrmont - Part 1

Einen schönen guten Abend wünsche ich euch!

Na, habt ihr den ersten Schnee gut überstanden? Ich war sehr überrascht, als ich gestern Morgen nach dem Aufwachen aus dem Fenster schaute und einige Zentimeter Neuschnee entdeckte. Es taute zwar bis zum Ende des Tages wieder auf, aber es war liegengebliebener Schnee! Und das Anfang November, nicht schlecht.

Um zum eigentlichen Thema dieses Postes zu kommen, nenne ich das Stichwort "Seminar". Ich hatte berichtet, dass ich letzte Woche von meinem FSJ aus auf einem Seminar war. Ich hatte auch berichtet, dass ich dafür einige Stunden Zugreise auf mich nehmen musste. Doch wohin es genau ging, das habe ich noch nicht verraten. Der Titel sagt es allerdings schon: Bad Pyrmont. Ein kleiner Kurort in Niedersachsen, an der Grenze zu NRW. Und es ist ein wirklich wunderschöner, knuddeliger und toller Ort! So schön, dass ich dort auf jeden Fall immer Fotos machen werde! Bis jetzt habe ich noch nicht viel Ausbeute gemacht, weil es dazu aus mehreren Gründen kaum Gelegenheiten gab. Doch im Frühjahr oder im Sommer werde ich dort mal richtig schön fotografieren. Daraus möchte ich eine kleine neue Fotoserie machen, die mit den bisherigen Bildern heute ihren Anfang findet. Außerdem möchte ich jedes Mal ein wenig erzählen, was wir gemacht haben und wie es war. Gerade jetzt nach dem ersten Seminar gibt es diesbezüglich Gesprächsstoff.



Hier oben seht ihr zuerst die Unterkunft an sich und an zweiter Stelle die Aussicht von unserer Unterkunft. Das ist meiner Meinung nach mit das Schönste - diese Aussicht wird mehr als ein Mal Fotomotiv werden. Und ich bin sicher nicht die Einzige, die Gefallen an dieser Umgebung gefunden hat. Wo wir schon dabei sind: Wir waren ~50 Freiwillige aus ganz Niedersachsen! Das sprengte meine Erwartung in hohem Maße, da ich mit ungefähr 15 Personen gerechnet habe. Doch ich muss sagen, dass im Grunde alle sehr nett und offen sind. Ich kam total schnell mit eigentlich jedem, den ich kennenlernte, gut aus und man fand sehr fix Gesprächsthemen und machte Späße miteinander. Die Atmosphäre war extrem entspannt und harmonisch, das habe ich bisher bei neuen Gruppen selten so erlebt. Das zog sich dann auch durch die kompletten 5 Tage, sodass man immer mit coolen Leuten unterwegs war. Zugegebenermaßen habe ich das auch sehr genossen, diese Abwechslung zu erleben. Endlich wieder Menschen in meinem Alter, mit denen man redet und was unternimmt. Endlich mal wieder eine schöne, unterhaltsame und recht sorgenfreie Zeit haben.



Das führt mich auch zum nächsten Punkt: Mein Wohlbefinden während des Seminars, insbesondere auf das Skin Picking bezogen. Dort lässt sich kurz und knackig sagen, dass es mir gut ging. Ich fühlte mich wohl und habe keine Sekunde an meiner Haut gedrückt. So vermied ich natürlich auch eventuell peinliche/blöde Situationen im Zimmer. Die Zimmernachbarn kann man sich nicht so recht aussuchen, das wird in Zukunft auch mal wechseln. Dieses Mal war ich aber mit einem Mädchen, was zufälligerweise aus einem Nebenort kommt, auf einem Zimmer. Zu zweit war es morgens recht angenehm und entspannt. Dennoch schminkte ich mich kaum, da ich einfach nicht so recht Lust dazu hatte und länger schlafen wollte. Am Ankunftstag war ich allerdings noch komplett geschminkt - der Wechsel fiel dann zuerst auf. Aber ich erhielt keine blöden Blicke oder Kommentare. Ich sag ja: Ausstrahlung und Selbstsicherheit ist alles. Außerdem ist keiner perfekt! Und zu betonen ist auch, wie verständnis- und respektvoll die anderen Freiwilligen waren. Gerade meine Zimmernachbarin bewies das, als ich ihr von der Dermatillomanie erzählte. Es war ein lockeres und gutes Erstgespräch.


Zum Ablauf an sich möchte ich auch kurz ein paar Worte verlieren, werde das aber nur stichpunktartig machen.

Montag: Anreise, erstes Kennenlernen, Organisation, Stadterkundung
Dienstag: Theorie, Restaurantbesuch, Spieleabend "Mein FSJler kann"
Mittwoch: Erste-Hilfe-Kurs, Halloweenparty
Donnerstag: Theorie, Gruppenspiele, Barbesuch
Freitag: Theorie, Reflexion, Planung der nächsten Seminare, Abreise

Die kursiv-gedruckten Sachen wurden nicht in der Großgruppe unternommen (was teilweise klar sein dürfte), sondern eben als Kleingruppe mit denen, die man sympathisch fand. Der Rest betraf jeden Seminarteilnehmer und war von den Anleiterinnen geplant.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich das Seminar ziemlich gut fand und mich auf das nächste im Januar freue! Da wird es dann auch den zweiten Part dieser Fotoserie geben. Für heute sind wir aber am Ende, daher verabschiede ich mich. Bis bald!

6. November 2016

2 Jahre - Mein Überblick

Haaaallo ihr alle!

Während ich die letzte Woche auf Seminarfahrt war, feierte mein Blog zweijähriges Bestehen. Dazu wollte ich natürlich wieder einen kleinen (oder großen?) Post verfassen, der das zweite Jahr kompakt wiedergibt, indem ich die wichtigsten Ereignisse nenne. Letztes Jahr habe ich (in diesem Post) damit angefangen und obwohl ich das Gefühl hatte, dass das zweite Jahr nicht so ereignisreich war wie das erste, habe ich mehr Themen zusammengesammelt. Komisch, oder? Ich hoffe, dass es für euch trotz der vielseitigen Themen und dauernd auftauchenden Verlinkungen dennoch übersichtlich bleibt!

Anfangen möchte ich damit, mir diese zwei Jahre kurz vor Augen zu führen. Wo sind sie hin? Vergingen sie bei euch auch so schnell? Man sagt es alle Jahre wieder, doch ich frage mich ernsthaft, wo all die Monate hin sind. Einerseits habe ich das Gefühl, noch an der gleichen Stelle zu stehen wie damals, aber andererseits habe ich mich durch viele neue Erfahrungen weiter entwickelt und Neues dazugelernt.

Das Erste, was mir zum vergangen Jahr einfällt, hat leider nicht direkt mit diesem Blog zutun. Es ist mein Abi, was mir da in den Kopf kommt. Ich hatte mit der Schule wirklich viel am Hut und habe mich sowohl in der Zeit des Vorabis, als auch in der Zeit der richtigen Abiprüfungen total kaputt gelernt. Und das, obwohl ich eigentlich nicht mal soooo viel gelernt habe. Dennoch schlug mir die Zeit sehr auf meine Psyche und das merkte man auch an vielen Posts, die ich zu der Zeit verfasste. Angefangen hat es mit dem Vorabi vor ziemlich genau einem Jahr. Der Stress spiegelte sich schon bald in meinem Hautzustand wider, wie hier zu sehen ist (entnommen aus "Statusupdate und Eindrücke meiner Haut - 12"):

30.11.2015

Es blieb aber nicht nur beim Gesicht, nein. Ich tobte mich leider auch in meinem Dekolleté und an den Beinen ordentlich aus...

03.12.2015

05.01.2016

Das Abi ließ mich ja aber nicht mehr so einfach los. Kaum fing das Jahr 2016 an, folgte schon bald der richtige Abistress. Ab da ging es mit mir echt bergab - ich kann im Nachhinein sagen, dass mich kaum ein Zeitraum so fertiggemacht hat wie dieser. Der Stress hat mich von innen aufgefressen und ich sah keine andere Möglichkeit, als ihn mit dem Skin Picking abzubauen. Ich brauchte das förmlich... So weh es tut, das zu sagen. Mit der Drückerei konnte ich dem Trubel wenigstens für einen kurzen Moment entfliehen. Zugeben wollte ich nicht, dass ich da unten in meinem kleinen, dunklen Loch saß. Stattdessen habe ich die Zähne zusammengebissen und mich durchgekämpft. Um mich vollends auf das Lernen konzentrieren zu können, musste ich mir eine Auszeit von meinem Blog nehmen. Zwei Monate blieb es hier fast nahezu komplett still. Und als ich mit einem langen Post über diese zwei Monate (bei Interesse hier klicken und mehr lesen/sehen) wiederkam, musste ich feststellen, dass mir die Auszeit nicht so gut tat wie erwartet. Mir fehlte die Möglichkeit, meinen seelischen Ballast loszuwerden. Daraufhin habe ich beschlossen, mir hier keine geplante Auszeit mehr zu nehmen.

Weiterhin verfolgte mich schon seit Ende letzten Jahres das ständige Gefühl von Einsamkeit. Ich fühlte mich mehr und mehr unbedeutend bzw. ungeliebt. Ausführlich habe ich das hier nicht thematisiert, aber ich vermisste Zuneigung und Liebe. Bei meinen damaligen Freunden fühlte ich mich nicht mehr wohl und ein Partner war sowieso nicht in Sicht. Das führte also zusätzlich zu Traurigkeit und einem Gefühl von Selbsthass, wenn man so will. Wenn ihr dazu mehr lesen möchtet, dann schaut beim Post "Ungeliebt" vorbei. Doch dabei möchte ich es nicht belassen. Erinnert ihr euch, dass ich im letzten Jahresüberblick viel mit Zitaten aus meinem privaten Tagebuch gearbeitet habe? Damit kann ich jetzt nicht so gut dienen, da ich dort leider nicht mehr viel schreibe... Allerdings gibt es zu diesem Thema tatsächlich einen passenden Eintrag, den ich euch zeigen möchte. Er ist sehr gefühlsbetont und kommt eindeutig aus der damaligen Situation heraus, beachtet dies bitte.

Zitat vom 19.12.15:"Ich komme von einem langen Arbeitstag nach Hause und keiner ist da. Keiner wartet auf mich, keiner freut sich, mich zu sehen und keiner hat mich vermisst. Mich überkommen Tränen der Einsamkeit... Normalerweise bin ich gerne mal alleine, aber jetzt gerade wäre ich unheimlich gern in Gesellschaft! Naja, wie ich jedenfalls so völlig fertig im Bett liege und mit leeren Augen an die Decke starre, fällt mir was auf: Wie lange hatte ich bitte keine Umarmung mehr? Man sagt, ein Mensch erlebt täglich 7 Umarmungen. Ganz ehrlich? Meine letzte Umarmung ist so lange her, dass ich mich nicht mal mehr dran erinnere. Mir fehlt Zuneigung oder Liebe so sehr wie noch nie zuvor. Tja, leider muss ich dennoch ganz alleine im Bett liegen. Es sammeln sich ein paar Whatsapp-Nachrichten, doch ich antworte keiner. Ich hasse Menschen. Gute Nacht."


Langsam wird es aber mal Zeit, sich einem positiveren Punkt zuzuwenden! Undzwar habe ich im vergangen Blogjahr mal wieder das in meiner Macht stehende getan, um die Dermatillomanie bekannter zu machen. Erst habe ich an einer Umfrage der Uni Köln teilgenommen und euch im Post "Macht Skin Picking populärer!" darum gebeten, das Selbe zu tun. Einige von euch haben auch tatsächlich mitgemacht, danke nochmal! Doch das war nicht alles. Erst kürzlich - am 4.10.2016 - erschien nämlich ein deutschsprachiges Buch über Skin Picking, in dem Betroffene ihre Lebensgeschichte erzählen. Einer dieser 16 Menschen, die ihre Geschichte teilen, bin ich und dass mir diese Chance gegeben wurde, schätze ich sehr! Das Buch ist sowohl über die Verlagsseite als auch über Amazon bestellbar und falls ihr mehr wissen oder die Links dazu haben wollt, dann klickt doch einfach meinen Post über die Buchveröffentlichung an!

Das Buchcover - © Mabuse Verlag

Außerdem habe ich direkt hier auf meinem Blog etwas in's Leben gerufen, was euch als ebenso Betroffene ansprechen und miteinbinden soll. Womit ich euch die Möglichkeit geben möchte, aktiv an meinem Bloginhalt mitzuwirken, indem ihr selbst über euer Skin Picking schreibt. Was könnte das sein, mh? Es ist natürlich die Gastpostserie! Der erste Teil erschien im März diesen Jahres und bis jetzt konnte ich noch zwei weitere Teile veröffentlichen. Das ist schonmal super und ich bin begeistert von dem Mut der drei Mädchen, die ihre Geschichte mit euch geteilt haben! Aaaaber ich würde sehr gerne noch mehr mutige Freiwillige finden, da ich diese Postserie sehr wichtig und besonders finde. Falls ihr euch also angesprochen fühlt, dann schaut vielleicht erst einmal bei den bisherigen drei Teilen rein und dann könnt ihr mir gerne über meine E-Mail-Adresse etwas zukommen lassen. Ich würde mich sehr darüber freuen! Finden könnt ihr die drei Gastposts unter dem Label "EureGeschichten" oder auch oben unter der Seite "Auf einen Blick".

Die Auseinandersetzung mit dem Skin Picking über die Kunst kam dieses Jahr leider viel zu kurz... Bis auf ein kleines Bild habe ich nichts über das Jahr erstellt:


Gerade durch das Abi und jetzt durch das FSJ und die Arbeit gleichzeitig kam/komme ich nicht dazu, künstlerisch aktiv zu werden. Das finde ich sehr schade, denn eigentlich würde ich gerne mehr dazu zeichnen und malen. Euch mal wieder in die Welt der Fantasie und Kreativität mitnehmen und etwas Anderes machen als dauernd nur schreiben, schreiben, schreiben. Gut, das nehme ich mir dann für das nächste Blogjahr vor! Das dürfte mir sowieso mal gut tun, denke ich. Einfach abschalten und den Pinsel oder Bleistift schwingen.

Statt zu zeichnen habe ich mir aber neue Anschaffungen geleistet. Schon im ersten Jahr habe ich euch die Tangle Juniors vorgestellt - da besaß ich erst zwei Exemplare. Anfang 2016 kamen jedoch drei weitere Tangle Juniors hinzu, die ich euch in einem kleinen Video näher gebracht habe. Das Video findet ihr im Post "Tangle Juniors - Part 2".




Bis jetzt wirkt es so, als wäre das Jahr ausnahmslos von Trauer und Dunkelheit geprägt, aber so ist es nicht. Obwohl Einiges von mir abverlangt wurde, gab es auch ein paar schöne und herausragende Momente! Ein gutes Beispiel dafür wäre das (erste) Treffen mit einer lieben "Internetfreundin". Wir haben uns super verstanden und einen schönen Tag zusammen verbracht, der definitiv immer in meiner Erinnerung bleiben wird. Denn solche Erlebnisse sind es, die das Leben lebenswert machen und frischen Wind in den öden Alltag bringen! Um die Stimmung des besagten Tages zu verdeutlichen, gibt es noch ein kleines Bild aus dem Post "Hannover-Treff":

07.07.2016

Positiv ist außerdem, dass ich im August diesen Jahres mein FSJ begonnen habe und dadurch wieder beschäftigt bin. Kopfmäßig bin ich im Gegensatz zu der Schulzeit befreit, was ein schönes Gefühl ist. Endlich sind die Taten wichtiger als alles Andere. Nicht mehr so viel denken, mehr machen! Die Kinder geben einem sehr viel Liebe und das genieße ich. Egal, wie anstrengend die Zeit manchmal sein mag...ich mache es gerne! Hin und wieder gibt es auch kräftig was zu Lachen. Dieses eine Jahr mache ich mal etwas, was aus dem Rahmen fällt und mir hilft, runterzukommen. Denn das brauche ich.

Dabei helfen tut mir übrigens auch eine liebe Person, die ich beiläufig schon ein, zwei Mal erwähnte. Vorerst wird sie weiterhin namenslos bleiben, aber das macht nichts. Dieser Mensch wird sich angesprochen fühlen, da bin ich mir sicher. Warum ich das hier erwähne? Ich möchte nur einmal ganz groß und auch öffentlich "Danke!" sagen. Im Kontext dieses Posts fällt mir einmal mehr auf, wie froh ich bin, dass es mir inzwischen besser geht als noch vor einigen Monaten. Man könnte jetzt sagen, dass die beendete Schule der Grund dafür ist und das kann ich gar nicht verneinen. Jedoch liegt es mir am Herzen zu betonen, dass das nicht der einzige Grund ist. Diese Person trägt einen immer größer werdenden Teil dazu bei und selbstverständlich ist das definitiv nicht. Leider habe ich hin und wieder das Gefühl, ich würde so wirken, als sei es für mich selbstverständlich. Deswegen dieser kleine Absatz. Um der Person einmal für all die Mühen und all die lieben Worte zu danken. Ich schätze es mehr, als ich manchmal zugebe.

Wo wir schon beim Danke-Sagen angekommen sind, möchte ich auch euch Lesern wieder danken! Und ja, das werdet ihr nicht zum letzten Mal von mir hören, da ich es immer wieder gerne sage. Ich verdanke es nur euch Lesern, dass mein Blog läuft und dass ich hier alles erzählen kann, was mir auf der Seele brennt. Wie blöd es auch klingen mag: Ihr gebt dem Ganzen hier überhaupt einen Sinn! Inzwischen sind es ganze 26 Follower (10 mehr als beim letzten Jubiläumspost) und zusätzlich bestimmt noch mehr stille Leser, die hier regelmäßig mal einen Blick reinwerfen und mein Leben verfolgen. Das ist so schön. Ich freue mich auch nach den zwei Jahren noch über jeden Kommentar, über jede E-Mail und jeden Seitenaufruf!

In dem Sinne werde ich mich für heute verabschieden und hoffe, dass ihr auch das dritte Jahr fleißig dabei bleibt! Einen guten Wochenstart und bis bald! :)